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Konzert mit der dänischen Gruppe Phønix
In der alten Geschichte steigt er ja aus der Asche auf, der Vogel Phönix. Der Vogel, der am Freitag, dem 18. November, in Kappeln landete, um den ganzen Tag zu bleiben, braucht ganz bestimmt keine Asche der Erneuerung.
Er fliegt seit zwanzig Jahren mit enormer Energie. Es ist die dänische Folkgruppe „Phønix“: Anja Praest Mikkelsen, Jesper Vinter Petersen, Jesper Falch und der Neuzugang Karen Mose.
Zunächst brachten die Vier bei einem Schulkonzert die Kinder und ihre Lehrer zum rhythmischen Mitswingen und zum Singen. Kein Wunder: Karen Mose gehört zu den besten Vokalistinnen unseres Nachbarlandes. Den anschließenden Workshop verließen die Teilnehmer mit leuchtenden Augen.
Abends legte die Gruppe beim Konzert im BeZ noch einmal los. Da steppte Anja Praest Mikkelsen mit ihrer Bassklarinette, Anja knapp größer als ihr Instrument. Ihr Ballettpartner am Akkordeon: Jesper Vinter Petersen. Den gewaltigen Herzschlag lieferte Percussion-Meister Falch. Kaum zu glauben, dass die Vier für ihr Repertoire uralte Lieder von Wikingern, Riesen und Prinzessinnen ausgraben. Sie passten nahtlos zum Temperament der Eigenkompositionen. Entsprechend gab es am Ende langen Applaus für die international begehrte Truppe.
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Svøbsk-Konzert ein voller Erfolg |
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Mit ausverkauftem Haus in die neue Saison
 
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Jochen Wiegandt im Folkclub |
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Am 22.Januar war bei uns Jochen Wiegandt zu Gast. Hier ein Eindruck aus der Feder von Brigitte Schütte:
Dachdecker Hein rutscht bei Reparaturen vom Turmdach des Hamburger Michel. „Kannst unten bleiben. Ist gleich Mittag,“ ruft ihm Kollege Fiete nach. „Mensch, das sieht der doch selbst. Der fällt an der Uhr vorbei“, meint der dritte. Während ganz Kappeln am Wochenende eine einzige graue, ein bisschen traurige Nebelmütze war, lachten im BeZ Ellenberg jede menge Menschen Grau, und Depris einfach weg.
Zu Gast beim Folkclub Ostangeln war der Hamburger Musiker, Liedersammler, Geschichten-Jäger und- Erzähler Jochen Wiegandt , hier zu Lande wohlbekannt. 2005 wurde er in Kappeln mit dem Niederdeutschen Literaturpreis geehrt. Man muss den Mann wirklich preisen. Bei ihm geht nichts verloren. Nichts von früher, nichts von heute.
Wiegandt kriegt seine Leute im Handumdrehen nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Mitsingen. Und dabei lernten die Zuhörer dann auch noch, nämlich unter anderem, dass „Dem Pastor sein Koh“ so ziemlich fünfhundert Strophen hat, mindestens. Es wurden aber in Ellenberg nicht alle vorgetragen...
Dafür jedoch die neuere Fortsetzung der Dachdecker-Story. Sie trug dem Geschichten-Jäger nach einer Veranstaltung ein Hnadwerksmeister zu. – Hein ist bloß bis aufs nächstuntere Gerüstbrett geplumpst und liegt dort nun etwas beduselt. Kommen die beiden Kollegen vorbei. Sagt Fiete:“ Wir nehmen ihm wohl besser die Hände aus den Taschen. Sieht mehr nach einem Arbeitsunfall aus.“ |
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So war´s beim Yonder-Konzert |
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Yonder
Viele waren ins Konzert gekommen, rüber über die Schlei, nach Ellenberg ins BeZ. Einige würden gewiss sagen, nach "drüben", wähnen sie sich doch im rechten Teil Kappelns. Nach "drüben" ist auch die Übersetzung des altenglischen Wortes "Yonder". Nomen est Omen. Das Wort "Drüben" wurde denn auch zum roten Faden des Abends.
Yonder interessiert und wertschätzt das, was viele "drüben" nennen. In Zeiten, in denen "Leitkultur" (was immer man darunter versteht) eine gewisse Rolle spielt, in denen Multikulti tot sein soll und der Zeitgeist nicht unbedingt Weltoffenheit heißt, passte das Programm von Yonder schon gewaltig gut in die Kulturlandschaft. Yonder überzeugte das Publikum im Handumdrehen, dass Multikultur nie tot war und letztlich durch Musik immer lebendig sein wird.
Yonder faszinierte die Zuhörer von Beginn an mit erfrischenden Rhytmen und wunderschönen Melodien. Ungewohnt, doch ungemein mitreißende 7 und 11/8 Metren osteuropäischer Tanzmelodien trafen zuweilen in einem Titel auf "urfolkige" irische Reels.
So unterschiedliche Persönlichkeiten mit der charmanten Geigerin Angelika (Gika) Göllnitz, dem Österreicher mit kroatischen Wurzel und jetzt in Hamburg lebenden Akkordeonisten, Johannes Schulz und dem auf der klassischen Gitarre und der Bodhran harmonisierenden Olaf Wiesner auf der Bühne zusammenkamen, so vielfältig waren auch die musikalischen Facetten des Abends. Stets war die Musik in frisch und plaudernd dargebotenen Ansagen und Geschichten einbunden. Eine fast satirische Analogie zu Kappeln bot denn auch die Anekote eines durch einen Fluss geteilen österreichischen Dorfes. Hier seien die Ortnamen "St. Martin diesseits" und "St. Martin jenseits" nicht nur fest in den Köpfen der Bewohner, sondern gleich auch auf den Ortsschildern verewigt.
Der Ballade vom norwegischen Rinderzüchter, der noch heute als Geist durch das schottische Hochland spukt folgte dann eine italienische Tarantella, die so beeindruckend kreativ gespielt wurde, als hätten sie ein Hardrock-Musiker, ein Jazzmusiker und ein Orchestermusiker gemeinsam arrangiert.
Yonder durfte natürlich nicht ohne Zugaben den Abend beschließen. Da ging es mit einer Trommelsession noch einmal "richtig ab".
So mancher verließ nach diesem anregenden Abend mit dem Gedanken das BeZ: Es wäre eigentlich schön, immer ein bißchen "drüben" zu sein!
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